Warum das mit dem Widerstand so schwierig ist

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Warum das mit dem Widerstand so schwierig ist

Als es los ging im März/April 2020, da hätte ich nie gedacht, wie negativ sich der der Widerstand innerhalb der nächsten, nicht ganz, zwei Jahre entwickeln würde. Ich hatte seinerzeit wirklich die Hoffnung, dass diejenigen, die die Zeichen der Zeit richtig erkannt hatten, eine historisch einmalige Chance hätten, einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel herbei zu führen, der in der Folge alte, ungerechte verkrustete Strukturen ebenso aufgelöst hätte, wie soziale Ungerechtigkeit.

Durch die blanke Not zusammengeschweißt zu einer verschworenen Truppe, so dachte ich, würden wir gezwungen  sein, eine Parallelgesellschaft zu formen in der all das real werden könnte, was in unserer Gesellschaft seit (mindestens) Jahrzehnten schief läuft. Das reine Überleben in einer Gesellschaft und einer Diktatur, die uns feindlich gesinnt ist, würde das Beste in uns zum Vorschein kehren und wenn wir denn zahlenmäßig groß genug wären, dann würden wir einen nachhaltigen Einfluss auf das Land nehmen und vorleben, wie es eigentlich gehen sollte und auch gehen kann.

Das würde schon bei den Geschäften beginnen, die uns versuchten, den Willen des Diktators aufzunötigen, getreu dem Motto: „Maske auf oder kein Zutritt“. Ich stellte mir vor, wie wir diese Läden buchstäblich an den Rand des Ruins treiben würden – einfach, indem wir (als wirklich NIEMAND von uns) dort mehr würde einkaufen gehen. Und wenn, dann ohne Maske, Test oder andere Auflagen.

Und tatsächlich deutete zu Beginn dieses Ausnahmezustands wirklich Vieles darauf hin, dass wir eine starke Gemeinschaft würden bilden können. Schnell wurden Organisationen gegründet, bei denen all jene anwaltliche Hilfe erbitten konnten, die wegen ihres Widerstands in rechtliche Schwierigkeiten geraten waren. Sie hießen „Anwälte für Ausklärung“, „Klagepaten“ oder „Mutigmacher“. Sie alle sammelten fleißig Spenden ein, um im Notfall all jenen helfen zu können, für die der Widerstand finanziell einfach nicht zu stemmen war.  Erst viel viel später musste ich mit Entsetzen erfahren, dass diese Spendengelder ganz anders verwendet wurden und niemand, wirklich NIEMAND, der wegen seines aufrichtigen Widerstands in Not geraten war, dort jemals Hilfe erfahren hat. Statt individueller Hilfe, erstellte man Vordrucke, mit denen sich die Betreffenden selber helfen sollten. „In die Selbstverantwortung gehen“ nannte man das. Im Klartext bedeutet das nichts anderes, als: „Jeder ist sich selbst der nächste. Mein Spendenkonto lautet….“

So kann das nichts werden!

Man kann von den Menschen keinen echten Widerstand erwarten, wenn man diese nicht wenigstens halbwegs von der Not und den Folgen freistellt, die echter Widerstand nun einmal vorübergehend mit sich bringt. Man kann von einem Arbeitnehmer wohl kaum erwarten, dass er Maske und Test, die sein Arbeitgeber fordert, verweigert, wenn er dadurch sein Einkommen verliert und es nichts, aber auch rein gar nichts gibt, was ihn auffängt. Wie soll das bitte schön gehen?

Hätte man von Beginn an ein feste Gemeinschaft zusammen geschweißt, die ein Solidarsystem pflegt, in das jeder einzahlt, der noch über ein Einkommen verfügt, um nach dem Verlust des selbigen dann davon profitieren zu können, wäre auch ECHTER Widerstand möglich gewesen. Hätte man frühzeitig eigene Erwerbs- und Verdienststrukturen auf die Beine gestellt, von denen jene partizipieren, die ihren Job verloren, hätte dies das Solidarsystem entlasten können.

Doch stattdessen schob und schiebt man sein Geld denjenigen in den Rachen, die nichts für einen starken Widerstand tun; die hingegen stets nur um ihr eigenes Wohl bedacht sind und die teilweise mit der Not in diesem Land gar nichts mehr zu tun haben, weil sie sich längst ins Ausland abgesetzt haben. Von dort aus steuern sie ihre Jünger (anders kann man diese Menschen kaum mehr bezeichnen) von Demo zu Demo, wo die Polizei schon auf sie wartet. Der eine oder andere Rechtsanwalt „aus dem Widerstand“ erzählt noch etwas vom Recht auf Widerstand, vergisst aber zu erwählen, dass man sich in einer Diktatur auf kein Recht berufen kann. Sonst wäre es ja keine Diktatur, gelle? Und da tanzt, trillert oder schreit man nun seinen gesamten Frust heraus….um dann am nächsten Tag wieder fleißig in der Nase zu bohren, um diese danach fluchs hinter einer Maske zu verbergen…ganz wie es der Diktator wünscht und alles nur, weil man sonst seinen Job verliert, nicht mehr einkaufen kann etc.

Widerstand sieht anders aus!!!

Nach ein paar Wochen trudelt dann der Bußgeldbescheid ein, den man natürlich so gar nicht eingeplant hatte und den man auch gar nicht bezahlen kann. Da erinnert man sich an den netten Rechtsanwalt, der immer diese netten Videos macht und der doch gesagt hatte, man habe das Recht zum Widerstand. Den will man jetzt mal kontaktieren. Wenn (falls) dieses Unterfangen gelingt, denn dieser Anwalt ist eigentlich kaum zu erreichen, dann fällt man aus allen Wolken. Der will erst einmal einen saftigen Vorschuss. Hat man den (und noch viel mehr) gezahlt, setzt einer seiner Mitarbeiter das Ding in den Sand. Am Ende erkennt man (hoffentlich): Nur der Anwalt hat etwas gewonnen. Da man den Bußgeldbescheid nun erst recht nicht mehr bezahlen kann, geht man ins Gefängnis. Vom Anwalt wird später noch ein Mahnbescheid eintrudeln.

Es hätte von Beginn an anders laufen müssen

In einem einzigen Punkt haben die Mainstreammedien leider recht: Es gibt inzwischen eine ganze Widerstandsindustrie, die sich am Ausnahmezustand bzw. an unseren Reaktionen darauf, doll und dusselig verdient und die deshalb überhaupt kein Interesse daran hat, dass die Zustände sich jemals zum Besseren wenden. Wir haben von Beginn dieses Ausnahmezustands an, einen Griff nach dem anderen ins Klo getan und jenen Menschen die Führerschaft in der Wahrung unserer Interessen überlassen, die sich nur ihren eigenen Interessen verpflichtet sehen und die sogar ihre Verantwortung als Führer der Bewegung ablehnen und sich stattdessen als „Aktivisten“ bezeichnen. Lieber Bodo, Ralf & Co.: Wer Telegram-Kanäle mit zig tausend Followern betreibt; Follower, die alle genau das glauben und auch tun, was man ihnen sagt, dann ist man kein einfacher Aktivist, sondern ein Anführer. Und dann hat man Verantwortung!

Dadurch, dass wir den „falschen Propheten“ gefolgt sind (und immer noch folgen), haben wir es versäumt, einen echten Widerstand auf die Beine zu stellen, einen Widerstand, der ganze Einkaufsketten hätte zu Fall bringen können, der keine Angst um sein Einkommen hätte haben müssen, wenn er Widerstand leistet, der Arbeitgeber zum Einknicken gebracht hätte….kurzum, ein Widerstand, der etwas bewirkt hätte, der einen Wandel schlicht und ergreifend erzwungen hätte. Wir hätten die Infrastruktur in diesem Land angreifen sollen, statt auf die Straße zu gehen. Wir hätten den Widerstand komplett und vollständig leben können, d.h. KEINE Maske, KEIN Test JEMALS.

Können wir das noch ändern?

Das wird sich zeigen. Solange die Menschen stur ihren Propheten folgen, wird sich nichts verändern. Meine persönlichen Erfahrungen, selbst im engen Freundeskreis, haben gezeigt, dass ausgerechnet diejenigen, die ihr soziales Wesen am deutlichsten nach außen demonstrieren, in Wirklichkeit die größten Egoisten sind. Jeder, der (noch) über ein ausreichend dimensioniertes Einkommen verfügt, tut sein Möglichstes, dieses zu erhalten und denkt nicht einmal im Traum daran, diejenigen zu unterstützen, die ihr Einkommen längst verloren haben. So scheiterte beispielsweise der Versuch, einer neuen, unabhängigen Einkommensquelle für die gesamte Gruppe u.a. daran, dass diejenigen, die noch über ausreichendes Einkommen verfügten, dieses nicht einzusetzen gedachten. Dabei sollte ihnen eigentlich klar sein: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch sie ihre Einkommen verlieren. Dafür vorzusorgen, wäre das Wichtigste, was man tun kann.

Wenn es weiterhin in diese Richtung geht, dann werden wir tatsächlich irgendwann alle gezwungen sein, einzuknicken und uns der Diktatur zu fügen, weil wir schlichtweg keine andere Möglichkeiten mehr haben, uns und unsere Kinder am Leben zu erhalten.

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2 KOMMENTARE

  1. Zu den gleichen Erkenntnissen bin ich auch gelangt. Ich habe mit der Erbengemeinschaft Jacob den für mich,
    wie ich sicher glaube einzig richtigen Weg aus diesen Wirren gefunden.
    Jeder und jedem, der es zu sehen bereit und in der Lage ist weiß, das wir uns in der biblischen Endzeit befinden. Den NEW-DEAL mit Ulf Diebel habe ich deshalb schon vor einiger Zeit abgeschlossen.
    Hier bekommt man auch alle Informationen, die für das Leben in der Postapocalypse wesendlich sind.
    und es werden auch Fragen die finanzieller Art sind, bzw das Geldsystem direkt betreffen, abschließend und
    konsequent behandelt und entsprechende Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

  2. Hallo Holger,

    Du hast sowas von recht mit Deiner Zusammenfassung.
    Auch wenn es hier sicherlich den ein oder anderen „Falschen“ erwischt, einige Erklär-Videos und Infos in den Kanälen helfen konkret weiter z.B. mit Zusammenfassungen von Gesetzen und Verordnungen, mit Hinweisen auf geplante Sitzungen, News aus anderen Erdteilen etc.

    Selbst für sich sorgen und die Selbst-Verantwortung nicht einfach abgeben an einen Verein etc. sollte zwar das Ziel sein, aber uns dann so, wie‘s jetzt ist, alleine zu lassen, ist alles andere als ideal und ermöglicht eben genau die heutige Situation.

    Solche Ideen, wie eine Solidargemeinschaft für ein Not geratene Personen hatte ich auch schon beim 1ten Lockdown, mit Ideen zu „nur Listen von konkreten Unterstützungen führen anstatt konkret Geld einzusammeln“, siehe die immer wieder kehrenden willkürlichen Kontosperrungen bzw. Löschungen seitens der Befehlsbefolger.
    Warum habe ich selbst nix getan, selbst aktiv geworden?
    Nun, in meinem direkten Umfeld gibt es eigentlich fast nur Schla******e, im Privatem wie im Beruflichen.
    Meine Bemühungen, aufzuwecken, waren nicht besonders erfolgreich.
    Das „törnd“ ab.

    Eine aktive Unterstützung beim Bußgeldbescheid inkl. Veröffentlichung der Dokumente (Datenschwärzung wo angebracht) für gleiche/ähnliche Verfahren, damit die Anwälte und deren Mandaten nicht jedes Mal alles neu aufrollen müssen, direkte Unterstützung durch die Klagepaten oder den Afa hatte ich auch erwartet, bin hier aber auch kläglich gescheitert bei der immer wieder kehrenden, an Hoffnung geknüpften Suche in vielen Kanälen und auf deren Webseiten.
    Waren wir auch hier selbst zu untätig und haben nur auf solche Dinge gewartet, ohne selbst einzufordern, anzubieten etc.?

    Wir sind ja nach wie vor nicht draußen aus der Nummer; wollen wir gesammelt auf unsere „Führer“ mit den vielen Followern im Widerstand zugehen, von den eher mittlerweile sinnlosen Demogängen hin zu konkreten Dingen, wie Solidarnetzwerk etc. Hinwirken, und zwar JETZT?
    Oder ist dies sowieso nur ein gesteuerter Widerstand, durch Systemagenten, durch die „HubaBuba Ludowitsch“ (o.ä.) Organisation?

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