Es ist ein Putsch….oder etwa doch nicht? – Quo vadis, Basis?

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Es ist ein Putsch….oder etwa doch nicht? – Quo vadis, Basis?

Schon wieder Streit und Stress in der Partei dieBasis, der einzig noch verbliebenen Widerstandspartei Deutschlands. „ES IST EIN PUTSCH“ hallt es durch die virtuellen Flure und eiligst werden Mitglieder in entsprechende Telegram-Gruppen gelotst, um sie auf Linie zu bringen. Neben den bekannten Gesichtern, eben jenen, von denen man nichts anderes erwarten konnte, ist es vor allen Dingen ein Düsseldorfer, der sich unrühmlich mit solchen Behauptungen und Vorgehensweisen hervor tut. Er ist nicht der einzige, doch der penetranteste. Sie alle haben etwas gemein: Sie können die tatsächliche Situation der Basis gar nicht einschätzen, denn als der eigentliche „Putsch“ stattgefunden hat, saßen sie noch zu Hause und betrachteten den Widerstand allenfalls bei YouTube. Sie alle sind erst viel viel spätere zur Partei gestoßen und als sie dazu kamen, da war das Unglück schon geschehen. Denn was sie da als vermeintliche Widerstandspartei betrachteten, das waren in Wirklichkeit nur die kläglichen Reste, die nach dem eigentlichen Putsch noch übrig geblieben waren.

Und so fing alles an:

Alles begann mit einem Mann namens Bodo Schiffmann. Der war Arzt und machte Videos gegen die Coronamaßnahmen, die seit dem 16. März (Schulschließungen) und dem 27. März (erster Lockdown) Fahrt aufgenommen hatten. Eigentlich war er nicht der erste Arzt, der sich entsprechend äußerte (Bakhdi, Wodarg und auch Köhnlein hatten sich viel früher schon geäußert), aber er war der erste, der eine Art „Community“ aufzubauen begann. Das tat er zuerst mittels seines YouTube-Kanals.
Unzählige Menschen hatten, wie ich selber auch, erleben müssen, dass von den eigenen Freunden und Bekannten kein Widerstand zu erwarten war und suchen jetzt nach Verbündeten. Schiffmann war die erste Adresse zu jener Zeit, wenn es darum ging, sich mit anderen Widerständlern auszutauschen. Anfangs nutzen wir dazu einfach die Kommentarfunktion unter seinen Videos.

Am 13.04.2020 war es dann so weit: Bodo verkündete: „Ich werde eine eigene Partei gründen.“ Dazu suchte er Leute, die sich mit solchen Gründungen auskannten. Ich war zwar viele Jahre lang Mitglied der Jungliberalen gewesen, aber mit Parteiengründung fühlte ich mich überfordert. Ich durchsuchte daher das Internet und fand Widerstand2020. Ja, es mag ja jetzt ein Schock für viele sein, aber Bodo Schiffmann hat Widerstand2020 weder gegründet, noch mitgegründet. Es handelte sich ursprünglich um eines der zahllosen Projekte Victoria Hamms. Victoria gründete auch vorher und nachher unzählige solcher und ähnlicher Projekte. Ich selber gründete mit ihr im Juni 2020 noch MiDiZu, was inzwischen auch schon wieder eingestampft wurde.

Das sind die wahren Gründer von Widerstand2020

Das Ganze war ursprünglich auch gar nicht als Partei geplant, sondern sollte eine reine Interessengemeinschaft werden. Wie mir Victoria hinterher erklärte, kam der Idee mit der Partei von Ralf Ludwig, und zwar unmittelbar vor Bodos Video, mit dem er erklärte, eine Partei gründen zu wollen.
An diesem Tag, als ich das erste mal über Widerstand2020 stolperte, zählte sie 35 Mitglieder. Mit meiner Anmeldung waren es 36. Und dabei blieb es zunächst auch. Zwar schrieb ich einen entsprechenden Kommentar unter Bodos Video und übersandte ihm den Link zusätzlich noch einmal an seine Praxis-Email, aber Bodo ging mit keinem Wort darauf ein oder antwortete gar. Ich gab dem Ganzen wenig Aussicht auf Erfolg, zumal ich immer mehr zu dem Eindruck gelangte, dass der Widerstand nur aus einer Handvoll Leute bestehen würden. Aus meinem alten Freundes- und Bekanntenkreis gab es beispielsweise keinen einzigen, der die Politik dieser Tage irgendwie etwas „seltsam“ oder besorgniserregend fand.

Wie sehr ich mich irrte, erfuhr ich am 20.04.2020. An diesem Tag verkündete Bodo, er habe nunmehr eine Partei gegründet und man solle dort doch nun bitte eintreten. Die Partei heiße Widerstand2020 und – nein – der Name sei nicht verhandelbar. Ich beendete das Video, öffnete die Internetseite und staunte Bauklötze. Zum Einen hatte die Partei bereits über 1000 Mitglieder; zum Anderen war Sabine auf wundersame Weise durch Bodo ersetzt worden. Ich dachte mir nichts dabei uns war froh und glücklich, dass die Partei durch Bodo so viel Aufwind erfahren hatte. Ich rechnete damit, dass in den nächsten Wochen und Monaten ca. 5000 – 7000 Mitglieder eintreten würden. Ich sollte mich auch hier wieder gewaltig irren. Denn der Widerstand in Deutschland erwachte endlich aus seinem Dornröschenschlaf und formierte sich bei Widerstand2020.
Täglich wuchsen wir um viele tausend Mitglieder, Am 01.05.2020, also nur 11 (elf!!) Tage nach offizieller Gründung, waren wir fast 70.000. Eine so schnell wachsende Partei hatte es noch nie gegeben. Zudem eine, die fast täglich in den MSM erwähnt wird. Und DAS, ihr Putsch-Schreihälse, war der ECHTE Widerstand. Warum es den heute nicht mehr gibt? Nunja, es gab einen Putsch!

Der Stand am 01. Mai 2020, Nachmittags

Und es handelte sich um ECHTE Mitglieder. Es heißt ja immer wieder, wenn man diese Zahlen angibt, dass es sich um Haustiere oder erfundene Menschen gehandelt haben soll. Die gab es zwar, aber erst einen Tag später. Dazu komme ich jetzt. Am nächsten Tag kam bei dem Versuch, die Website von Widerstand2020 aufzurufen, eine Fehlermeldung. Die Seite schien down. Kurz zuvor hatte der Mitgliederzähler über 100.000 Mitglieder angezeigt. Schnell macht die Kunde von einem Hackerangriff  die Runde. Widerstand2020 wurde gehackt, heißt es. Erst als alles längst zu spät ist, klärt mich Victoria darüber auf, was wirklich passiert war: Von wegen Hacker – jemand hatte einen Formular-Ausfüll-Bot auf das Anmeldeformular angesetzt. Dieser generierte nun zig erfundene Neumitglieder pro Sekunde. Warum man diesem Problem angeblich bis zum bitteren Ende nicht Herr werden konnte, ist und bleibt mir bis heute ein Rätsel. Als erste Hilfe hätte es schon gereicht, das Formular unter einer anderen URL unterzubringen und dann hätte man den Angreifer via failtoban aussperren können….man hätte captchas einrichten können…..ab man tat stattdessen gar nichts. Vor allen Dingen nahm man keine neuen Mitglieder mehr auf.

Ich kürze nun einmal etwas ab. Zwischen dem 01.05.2020 und dem 10.05.2020 passierte so viel, dass es einfach zu viel wäre, hier alles aufzuschreiben. Ich beschränke mich daher auf das Wesentliche. Am 08.05.2020 stieg Victoria Hamm aus, was Bodo und Ralf dazu bewog, sich für handlungsunfähig zu erklären, da der Vorstand, der ja eigentlich aus mindestens drei Personen bestehen muss, nun nur noch aus zweien bestand. Es gibt zwar die Möglichkeit, sich vom Amtsgericht einen kommissarischen Notvorstand bestellen zu lassen, aber auf diese Idee kam Rechtsanwalt Ralf Ludwig wohl nicht. Die Kommunikation brach fast vollständig zusammen. Wer eine Lösung hatte und anbieten wollte, erreichte niemanden. Man gab sich fürchterlich überlastet und überfordert, nahm aber keinerlei Hilfe an. Am 10.05.2020 verkündet Bodo Schiffmann über seinen Youtube-Kanal, dass er alle Mitglieder wieder aus der Partei werfe, da sie nicht rechtmäßig aufgenommen worden seien. Juristisch gestützt wird das von Ralf Ludwig und sonst niemandem. Bodo will sich nun 30 neue Mitglieder suchen und sich von denen erst einmal wählen lassen. Er nennt das „kleinen Parteitag“. Kurz vor Monatsende verkündet er, die Partei habe jetzt 33 Mitglieder, das seien er, Ralf Ludwig, Sandra Wesolek und 30 handverlesene Neuaufnahmen. Die hämischen Berichte  in den MSM dazu, stellen auch gleichzeitig die letzte Erwähnung der Partei dar. Wir alle warten brennend darauf, endlich wieder Mitglied bei Widerstand2020 werden zu können. Über ein inoffizielles Forum hatten wir uns vernetzt. Zahlreiche Anwälte dort finden keine Probleme in der Art und Weise wie wir ursprünglich in die Partei aufgenommen worden waren. Sie wollen es gerichtlich klären und den Rauswurf rückgängig machen. Da wird die Mitgliederdatenbank gelöscht.

Am 04.06.2020 verkünden Schiffmann und Wesolek ihren Austritt aus Widerstand2020 und die Gründung einer neuen Partei namens WIR2020. Dieser Umstand stellt eine erste Spaltung dar. Der einst hinter Widerstand2020 geeinte Widerstand trennt sich nun. Einige folgen Schiffmann zu WIR2020, einige warteten auf ihre Wiederaufnahme bei Widerstand2020. Dazu sollte es jedoch nie wieder kommen. Und das kam so:

Der Putsch – Phase 2

Den professionellen Widerstandsspaltern bot sich zu jenem Zeitpunkt folgendes Bild: Zahlreiche (Ex)-Mitglieder von Widerstand2020 hatten sich bereits zu wachsenden Strukturen zusammen geschlossen. Ich beispielsweise war Mitglied des „Ortsverbands Düsseldorf“. Wir waren ca. 40 Leute und trafen uns allwöchentlich, immer Donnerstags, im Konferenzraum eines hiesigen Sportvereins. Wären all diese Mitglieder wieder in der Partei aufgenommen worden. so wären diese Strukturen zusammengewachsen und die Partei wäre gewissermaßen von unten nach oben strukturiert worden – so, wie es eigentlich auch sein sollte. Leider waren aber nicht alle der 40 Personen wirklich an einem starken Widerstand und somit an einem Fortbestand von Widerstand2020 interessiert. Einige gaben vor, wir müssten nun unbedingt zuerst einen Landesverband NRW gründen bevor wir darüber wieder in die Partei aufgenommen werden könnten. Dazu sei es unerlässlich, dass eine Mustersatzung geschaffen wird, die man dann zu einer entsprechenden Landessatzung anpassen könne.
Selbstverständlich war das, was sie da redeten, vollkommener Unsinn und diente nur als Hinhaltetaktik. Eine Partei ist in ihrer Gliederung völlig frei. Sie kann sich gliedern wie es ihr beliebt. Lediglich zur Teilnahme an Bundestags- und Landtagswahlen sollte sie über entsprechende Landesverbände verfügen. Die Bundestagswahl war jedoch erst in 1 1/2 Jahren. Bis dahin hätten wir die Landesverbände locker hinbekommen. Wären wir zu diesem Zeitpunkt bei der Partei wieder aufgenommen worden, wären wir eine Partei mit einem Bundesverband und vielen Ortsverbänden gewesen, was nicht nur eindeutig rechtlich in Ordnung gewesen, sondern sogar noch viel besser gewesen wäre, da eine Gründung von unten nach oben ohnehin viel mehr unserem Konzept von Machbegrenzung entsprach. Doch anstatt eine Wiederaufnahme anzustreben, stritten sich nun Editha R. und Maren Z., sowie Gerhard N. (na, kommen die Namen nicht irgendwie bekannt vor?) darum, wer die bzw. der wahre Vertreter(in) des Bundesvorstands im Land sei. Der, öffentlich zur Schau gestellte Streit endete mit Gerhards „Austritt“ und Gründung einer weiteren Partei namens „die Föderalen“.

Und so klang das seinerzeit:

Zitat“

Persönliche Erklärung an die NRW-Widerständler von Euren Ansprechpartnern Maren Z. und Gerhard N. Hiermit nehmen wir zur Mitteilung von Christina Morgenthaler, wir seien vom Vorstand als Ansprechpartner abgesetzt, wie folg Stellung:.

1. Laut der neuesten Mitteilung des „Restvorstandes“ Ralf, Christina, Dirk und Kirsten haben die Vertreter der sich gründenden Landesverbände den „Restvorstand“ gebeten, einen Neustart zu ermöglichen. Die Fehler (Anmerkung: bei und seit der Gründung) seien aus Sicht des „Restvorstandes“ heilbar, bedrohten aber dennoch die Zulassung zu Wahlen. (Quelle: https://widerstand2020.de/)
2. Hierzu stellen wir fest: als Ansprechpartner für NRW haben wir den Vorstand Ralf Ludwig am 13.6.20 zu einem zeitnahen Gespräch eingeladen, diese Einladung wurde leider nicht angenommen. Die Unterzeichner haben den Restvorstand zu keinem Zeitpunkt aufgefordert, die Partei Widerstand 2020 aufzulösen.
3. Uns liegen seriöse Informationen vor, dass der Restvorstand aufgrund von Verstößen gegen das Parteiengesetz bzw. die Satzung (z.B. rechtsunwirksame Vorstandswahlen bzw. -beschlüsse) seit vielen Wochen handlungsunfähig ist und er deshalb auch keine Ansprechpartner absetzen kann. Im Übrigen hat uns nicht der Vorstand eingesetzt, sondern 90 Mitglieder des NRW Orgateams haben uns gewählt und nur diese können uns demzufolge auch abwählen.
4. Hiermit treten die Unterzeichner Maren und Gerhard mit sofortiger Wirkung als Ansprechpartner für den Restvorstand zurück und entziehen diesem unser Vertrauen. Wir distanzieren uns von möglichen Machenschaften des Bundesvorstandes, die sicherlich noch aufgeklärt werden und betonen, dass wir auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen, die Zusammenarbeit mit Kräften, die eine andere Ordnung wollen ablehnen und die Satzung, das Parteiengesetz und unsere 4 Säulen die oberste Maxime unseres Handelns sind.
5. Selbstverständlich bleiben wir für Mitglieder/Interessenten aus NRW sowie für die Vertreter der anderen Bundesländer weiterhin ansprechbar und werden am heutigen Freitag , sowie am morgigen Samstag, die laufenden Gespräche mit verschiedenen Landesverbänden i.G. über einen gemeinsamen Weg in die Zukunft unserer Protestbewegung fortsetzen.
6. Wir tragen die Protestbewegung, die sich gegen die Corona Maßnahmen gebildet hat, weiterhin mit. Uns eint die widerständige Haltung gegen die Einschränkung der Grundrechte und wir sehen zwar mit Sympathie, das die Regierenden sich gezwungen sehen, diese Einschränkung Stück für Stück zurückzunehmen, halten es aber für unabdingbar, unseren Protest fortzusetzen und Strukturen aufzubauen, denn wir befürchten, dass nicht nur unverhältnismäßige Maßnahmen, wie z.B. die Maskenpflicht, noch viele Monate aufrecht erhalten werden. Gleichzeitig sind wir der Überzeugung, das diese Maßnahmen gegen das Coronavirus die tiefgreifende Krise unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystem widerspiegelt, die nunmehr dazu führt, dass Hunderte von Milliarden Euro über die Haushalte der Länder, des Bundes und der Europäischen Union vor allem dem Groß- und Finanzkapital zur Verfügung gestellt werden.
7. Demokratie ist für uns ein hohes Gut und eine weitere Einschränkung der Grundrechte und Freiheitsrechte unseres Grundgesetzes werden wir nicht hinnehmen. Maren Z. und Gerhard N., den 19.06.2020

„Zitat Ende

Was hier auf den ersten Blick klingt, wie: „Ätsch, wenn ich nicht die erste Geige spielen darf, dann mache ich eben meine eigene Partei auf“, war in Wirklichkeit, wie auch die Scheingefechte mit Editha, ein wohlüberlegter Schachzug, der den Widerstand ein weiteres mal spaltete. Nun gab es also gleich drei Widerstandsparteien.

Nun, da Gerhard also gewissermaßen „aus dem Weg“ war, sollte es doch nun endlich voran gehen, mit Widerstand2020, oder?
Nein, weit gefehlt. Am gleichen (!!!) Tag erfolgte der „Dolchstoß“ (um es mal so militant auszudrücken) auch von der anderen (Edithas) Seite.

Zitat“

An diesem Wochende hatten wir eine Klausurtagung der Landes-Orgateams und des Bundesvorstandes von Widerstand2020. Wir haben in toller Atmosphäre, sehr respektvoll über die Zukunft von Widerstand2020 diskutiert. Auf unserem Weg seit dem 21. April haben wir viele tolle Menschen getroffen, die sich für die vier Säulen unserer Bewegung mit ganzem Herzen einsetzen. Diese Menschen wollen unsere Ideen in die Parlamente tragen. Als wir die Partei gegründet haben und insbesondere nach dem Rücktritt von Victoria, haben wir aufgrund der Eilbedürftigkeit mögliche formale Fehler gemacht. Diese Fehler sind aus unserer Sicht heilbar, bedrohen aber dennoch die Zulassung zu Wahlen. Die Vertreter der Landesverbände haben uns deshalb gebeten, einen Neustart zu ermöglichen. Am heutigen 14. Juni hat der Vorstand von Widerstand2020 deshalb beschlossen, den Mitgliedern vorzuschlagen, die Partei aufzulösen. Gleichzeitig haben sich die Vertreter der Landesverbände zusammengeschlossen, um am 27. Juni eine Neugründung der Partei vorzunehmen. Ralf wird morgen um 19 Uhr dazu hier in einem Livestream Rede und Antwort stehen. Wir danken euch allen, allen Menschen, deren Herzen für Freiheit und liebevollen Umgang genauso brennen, wie unsere. Die neue Partei soll und wird den Schwarm mitnehmen, um unsere vier Säulen mit Leben zu füllen. Wir sind glücklich, dass ihr uns bis hierher begleitet habt und an unserer Seite steht. Wir wollten eine Mitmach-Partei sein und konnten diesen Anspruch nicht so erfüllen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir würden dieses Ziel nicht erreichen können, wenn wir weiterhin die Altlasten mit uns rumschleppen. Die neue Partei wird einen Neustart ermöglichen, bei dem wir uns auf das Wesentliche konzentrieren können und es euch ermöglichen können mitzumachen. Die neue Partei wird von den Landesverbänden getragen und von unten nach oben aufgebaut. Die Beschränkung unserer Freiheitsrechte bedarf vieler Initiativen. Wir werden uns alle gemeinsam dafür einsetzen, dass die „neue Normalität“ durch uns gestaltet wird. Vielen, vielen lieben Dank für eure Unterstützung.

„Zitat Ende

Editha war damit natürlich nicht alleine. Allein in NRW hatte sie viel Hilfe – Hilfe von Leuten, von denen sie auch jetzt unterstützt wird. Und selbstverständlich war das Ganze nicht nur auf NRW beschränkt, sondern eine bundesweite Aktion. In BaWü tat sich dazu ein gewisser Andreas B. ganz besonders hervor.

So, was hatte es nun also auf sich, mit den vielen Fehlern, die sich da angeblich bei Widerstand2020 eingeschlichen haben sollten und die die Wahlen gefährden sollten? Nunja, nichts wirklich Gravierendes, wie ich gleich vorweg nehmen will. Es ging im Wesentlichen um nicht wirklich stattgefundene Vorstandswahlen und ein paar Klauseln in der Satzung, die vom Bundeswahlleiter moniert worden waren. (Selbiger monierte übrigens später auch die Satzung der Basis.) Im Schlimmsten Fall hätte man die Partei einfach einstampfen und neu gründen können. Das wäre einfach gewesen, da sie ja nur noch eine Handvoll Mitglieder hatte. Es wäre innerhalb eines einzigen Tages möglich gewesen, all diese vermeintlichen Fehler zu korrigieren, um alsdann die Mitglieder endlich wieder aufzunehmen. Noch gab es diese Möglichkeit, wenn auch zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr in seiner ursprünglichen Größe und Schlagkraft.

So sollte es aber nicht laufen. Die nächste Partei wird gegründet. Es ist die Basisdemokratische Partei Deutschland, kurz dieBasis. Ihre Gründungsmitglieder bestehen zu einem beträchtlichen Teil aus denjenigen, die für den Sturz von Widerstand2020 verantwortlich waren. Der Rest von ihnen wird in der Folge Landesverbände gründen und dort sämtliche Positionen besetzen. Sie definieren die neue Partei nun so, dass sie es sehr schwer haben wird, bei einer Wahl überhaupt ernst genommen zu werden. Ralf Ludwig hatte bereits am 02.05.2020 den Grundstein für dieses verschwurbelte Namensgetanze gelegt, indem er den „liebevollen Umgang“ zu einer Säule von Widerstand2020 erklärte. Damit war er allerdings auf herbe Kritik bei den Widerständlern gestoßen. Bei der Basis wird das nun aber anders sein. Sie wird aus Platzgründen den liebevollen Umgang in Achtsamkeit umtexten und damit ganz andere Menschen anziehen, als eine Widerstandspartei braucht. Das war aber nur eine Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass dieBasis es tatsächlich bis zu den Wahlen schaffen sollte. Denn eigentlich waren diese neu gegründeten Parteien völlig chancenlos und sollten es auch sein. Keine dieser Parteien hatte auch nur eine halbwegs so große Reichweite, wie ein Bodo Schiffmann oder Ralf Ludwig. Wie in aller Welt sollte die Welt denn von diesen Parteien erfahren? Die MSM schwiegen sie geflissentlich tot. Die größten Chancen hatte zu jener Zeit noch WIR2020, doch nachdem es dort ebenfalls zu Querelen gab, in deren Folge die Mitglieder abermals rausgeworfen wurden und in den Folge Schiffmann auch dort wieder ausstieg, nahm die Partei den ihr vorgezeichneten Weg in die Bedeutungslosigkeit. Die Föderalen hatten von vorn herein nicht die geringste Chance und waren bis Jahresende ebenfalls wieder Geschichte. dieBasis bediente sich bei den Strukturen, den Telegram- und Facebookgruppen von Widerstand2020 und musste mit ansehen, wie diese immer mehr Abonnenten verloren. Wochenlang gelang es der Partei nicht, an Mitglieder zu gelangen. Selbst innerhalb der Widerstandsbewegung war sie nahezu unbekannt.

Mission erfolgreich abgeschlossen!

Haaalt, nicht ganz.

Nun fällt auch Lothar Hirneise auf, dass der Widerstand komplett gespalten ist. Er ruft daher alle Widerstandsorganisationen zu einem runden Tisch auf. Am 13. und 14. Oktober kommt es in dieser Folge zu einem Treffen, an dem auch Alkje Fontes teilnimmt. Dort trifft sie nicht nur auf Vertreter der Deutschen Mitte und Clemens Kuby, sondern auch auf Claudio David Siber, der kurz darauf Parteimitglied wird.

Kurz danach kommt es zu einem Treffen mit Füllmich, Fischer & Wodarg, in dessen Folge Füllmich und Fischer in dieBasis eintreten. Nun erst nimmt dieBasis Fahrt auf und gewinnt Mitglieder um Mitglieder. Das war freilich gar nicht geplant gewesen. Als ich am 16.10.2020 nach einem längeren Telefonat mit Alkje und einem noch längeren Telefonat mit Sandra dann schlußendlich doch in dieBasis eintrat (eigentlich nur, weil ich ihr bei der Wählbarmachung helfen wollte und weil usprünglich diese Wählergemeinschaft, auf deren Internetpräsenz ich diesen Text schreibe, als Kreisverband I und II an den Landesverband angegliedert werden sollte), da zählte sie noch keine 1000 Mitglieder. Ich wurde einer Gruppe hinzugefügt, die sich mit dem Thema Wahlen beschäftigte und glaubte meinen Augen nicht zu trauen, als am 29. November 2020 plötzlich ein alter Bekannter Einlass in dieBasis begehrte und natürlich auch bekam: Gerhard N. Ich stellte mir unwillkürlich die Frage, ob der jetzt gerufen worden war, da es mit der Basis kein geplant unrühmliches Ende genommen hatte…
Wie auch immer – kaum mit der Nase in der Partei, beginnt Gerhard damit, Seilschaften zu bilden und Pöstchen an Land zu ziehen. Viele kennen ihn nicht und sind völlig unbedarft, als er sie ungefragt einer „Fachgruppe“ für die Bundestagswahl hinzufügt. Dann wird er „Koordinator“ für die offizielle Wahlfachschaft und schlussendlich wird er am 3. und 4. Dezember 2021, Wahlleiter für den elektronischen Parteitag der Partei. Damit hat er den Posten, den er braucht, um sein Werk fortzusetzen.

Vorerst geht man jedoch einen anderen Weg. Wenn man sich die eine oder andere Satzung, wie etwa die NRW-Satzung, durchliest, dann scheint die förmlich um Ablehnung durch den Landeswahleiter zu betteln. Mehr noch – einem wird schlagartig klar, dass die Untergliederungen des Landesverbands (sollte dieser in Schwierigkeiten geraten), gleich mit dran sind, da sie deutlich als „nicht eigenständig“ und damit auch nicht selbst lebensfähig bzw. überhaupt rechtlich existent deklariert werden. Es ist zwar im Nachgang nicht leicht zu beweisen, aber wenn man weiß, wer im Einzelnen für welchen Stuss in dieser Satzung verantwortlich ist, dann kann man schon unterstellen, dass ein Scheitern auf diesem Wege wohl zumindest erhofft wurde. Aber es zeigte sich, das Wahlleiter viel liberaler sind, als erwartet und so wurde fast alles durchgewunken, was dieBasis eingereicht hatte.

Nun greift Plan C. Da die meisten Mitglieder in den Kreisverbänden neu sind und nicht wissen, was sich in der Vergangenheit zugetragen hat, ist es für die Maulwürfe ein Leichtes, in großer Zahl zu Direktkandidaten gewählt zu werden und den Wahlkampf wirkungslos verpuffen zu lassen. Zudem verwandelt sich die Partei von Bundesebene herab bis in zahlreiche Kreisverbände, in eine seltsame Mischung aus Grünen, Linken und Hare Krishna-Jüngern. Widerstand? Fehlanzeige!
Das ganze Dilemma hatte schon die Landtagswahl in BaWü boykottiert, die seinerzeit ein gewisser Andreas B. geplant hatte. Dort hatte man sich für Umweltspuren stark gemacht. Man stelle sich den Wähler vor, der sehnsüchtig auf einen Vertreter wartet, der endlich echte Opposition gegen diese unsinnigen Coronamaßnahmen ins Landesparlament trägt und sich nun mit einer zweiten Grünenpartei konfrontiert sieht…
Bei der Bundestagswahl werden später Wahlplakate aufgehängt, auf denen zu lesen ist, Deutschland, die Freiheit, das Gesundheitssystem…brauche eine neue Basis. Man stelle sich nur einmal den Wähler vor, der von der Partei dieBasis noch nie zuvor etwas gehört hat. Und das sind immerhin rund 50% der Deutschen! Was soll so ein Wähler, der sich nichts sehnlicher wünscht, als eine starke Opposition gegen die Coronamaßnahmen im Bundestag, davon halten? Dass dieBasis bei einem Wählerpotenzial von rund 30 Millionen Impfgegnern gerade einmal 1,4% der Stimmen erlangt hat und stattdessen die FDP zu ungeahnter Größe erstarkt ist, kommt nicht von ungefähr, denn die FDP war über Monate hinweg nicht müde geworden, gegen die Maßnahmen zu wettern, während dieBasis sich klassischen Grünenthemen zuwandte und darüber hinaus versuchte, möglichst nett, freundlich und kantenlos rundgeschliffen zu erscheinen. Doch eine neue Partei wird niemals klassische Grünenwähler zu ihren Wählern machen, dafür aber zig tausende ihrer potenziellen Wähler vergraulen. Das wissen selbstverständlich auch diejenigen, die nun im Rahmen eins sogenannten Lüneburger Modells eine bundesweite Umfrage zu den Inhalten in Auftrag geben wollen, bei der die Befragten über solche Themen abstimmen sollen, wie, ob wir weiterhin eine gendergerechte Sprache pflegen oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung einführen sollen. Eben reine Themen aus dem grünen und linken Lager und rein gar nichts, was man mit einer Nachfolgerin von Widerstand2020 in Verbindung bringen würde – kurzum, eine Aktion, die uns auch noch die allerletzten Wähler gekostet hätte. Zudem wurde ein Wahlwerbespot in Auftrag gegeben, der nichts von dem reflektierte, was uns als Widerstandspartei ausgewiesen hätte, das aber rund 40.000 Euro kosten sollte. All das wurde in kleinem Kreis oder gar nur vom Vorstand beschlossen, wobei eine Diskussion über strittige Themen durch eine Kontrolle der Kommunikation wirkungsvoll verhindert wurde. Diese Kontrolle der Kommunikation kannte ich auch schon aus früheren Zeiten, wo etwa ein Bodo Schiffmann oder ein Ralf Ludwig nicht erreichbar waren und taten, was immer sie wollten.

An dieser Stelle eine Klarstellung:
Immer wieder wird behauptet, ich (oder die Menschen, die so denken wie ich) wollten eine Ein-Themen-Partei. Das ist nicht richtig! Es gibt, neben der Beendigung der Coronamaßnahmen, zahllose Themen, die wichtig sind und keinen unserer potenziellen Wähler vergraulen: Eine umfassende Medienreform und Wegfall der Rundfunkgebühr wäre nur eines von vielen Themen gewesen, eine umfassende Gesundheitsreform ein weiteres. Schlussendlich hätten wir dem Wähler auch zu verstehen geben können, dass wir uns auch über unsere wirtschaftliche Zukunft Gedanken machen.

Drei Dinge machen uns unwählbar:

  1. Den Wähler mit Schlagworten, wie Achtsamkeit, Schwarmintelligenz oder Basisdemokratie konfrontieren. Er kann damit zumeist gar nichts anfangen, hält uns im schlimmsten Fall für verblendete Querköpfe oder Senktenangehörige.
  2. Dem Wähler nicht klar und deutlich sagen, wofür wir stehen, wie etwa „Deutschland braucht eine neue Basis“.
  3. Den Wähler mit grünen oder linken Themen verprellen. Gilt gleichermaßen auch für rechte Themen.

Hätten wir diese Entwicklung einfach so laufen lassen, wären wir irgendwann zu einer maßnahmenbefürwortenden Partei mutiert. Damit hat man zwar nicht verhindern können, den Widerstand bis in seine Atome zu spalten, doch dieser übriggebliebene Witz an Widerstand verdient diese Bezeichnung nicht mehr.

Nun standen wir vor einem großen Problem: Wir konnten die Mitglieder nicht erreichen, um sie über die Vorgänge aufzuklären. Und an dieser Stelle kam der Corona Ausschuss ins Spiel. Nur der Corona Ausschuss verfügte über ausreichend große Eigenreichweite, um die Kommunikationsblockade, die von der Parteispitze aufgebaut worden war, zu umgehen.

…wird fortgesetzt

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