Der Bundestag – Tal der Ahnungslosen – BUCHSTÄBLICH

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Der Bundestag – Tal der Ahnungslosen – BUCHSTÄBLICH

Was muss ein Bundestagsabgeordneter wissen? Braucht er eine durchschnittliche Bildung oder eine überdurchschnittliche? Ich denke, jeder wird mir sofort zustimmen, wenn ich sage, dass ein Bundestagsabgeordneter zumindest nicht ungebildeter sein sollte, als der Durchschnitt der Bevölkerung, die er vertritt.

Ganz besonders sollte er eine gewisse Grundbildung in jenen Bereichen vorzuweisen haben, zu denen er sich im Bundestag äußert, abstimmt oder handelt. Derartige Äußerungen könnten zum Beispiel darin bestehen, einen totalitären Staat von einem freiheitlichen Staat unterscheiden zu können. Nur wenn er das kann, wenn er also weiß, was einen totalitären oder gar faschistischen Staat auszeichnet, kann er seiner politischen Aufgabe gerecht werden.

Die deutsche Geschichte ist voll von totalitären Elementen. Nicht einmal 100 Jahre ist es her, als Adolf Hitler die Macht an sich riss und über Ermächtigungsgesetze jedweden Widerstand brach. Man sollte also meinen, dass ein Bundestagsabgeordneter, der möglicherweise über vergleichbare Gesetze abzustimmen habe, weiß, wie sie gestaltet sind und welchen Zwecken sie dienen.

Leider hat sich aber kürzlich einmal mehr gezeigt, dass dies in vielen Fällen leider eben nicht der Fall ist. Deutsche Geschichte scheint für Bundestagsabgeordnete eher weniger wichtig zu sein. Zumindest für die jüngeren unter ihnen.

Als die 25-jährige Bundestagsabgeordnete Emilia Fester (die Grünen) am gestrigen Tag vom ZDF Journalisten Mirko Drotschmann (MrWissen2go Geschichte) über die deutsche Geschichte befragt wurde, musste sie nicht nur passen, sondern sie fand das anscheinend auch noch witzig, denn sie kicherte und scherzte, als habe Drotschmann einen Scherz gemacht.

Dieser wollte beispielsweise von ihr wissen, woran der Hitler-Attentäter Georg Elser im Jahr 1939 gescheitert war. Die Antwort der selbsternannten Antifaschistin: „Weiß ich nicht, erzähl!“

Wie bitte?

Auch zum Gründungsjahr der BRD – schließlich jener Staat, den sie im Bundestag zu vertreten vorgibt – wusste sie nichts zu sagen und tippte mal auf „zwischen 1945 und 1946“. Auch damit lag sie falsch. Die Bundesrepublik wurde 1949 gegründet.

Dass es sich dabei nicht um einen peinlichen Ausrutscher handelt, der zudem noch auf die Fraktion der Grünen beschränkt ist, bewies Philipp Amthor (CDU). Er wusste nicht, wann Adolf Hitler zum Reichskanzler wurde. Die Frage: „Was geschah am 30. Januar 1933?“. Amthors Antwort: „Da wurden das Ermächtigungsgesetz verabschiedet.“ Das war allerdings erst im März des gleichen Jahres der Fall, wie jeder weiß, der eine Neuauflage dieser Art der Machtergreifung mit allen Mitteln zu verhindern sucht und deshalb mit scharfem Blick auf Parallelen zwischen vergangener und aktueller Politik schaut.

Fazit: Ohne solch elementare Grundbildung ist es völlig unmöglich, einen weiteren, herannahenden Totalitarismus zu erkennen, selbst wenn man es wollte. Man würde ihn möglicherweise für eine dringende Notwendigkeit halten, um eine vermeintliche Pandemie abzuwenden. Nicht wahr?

 

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