Corona Ausschuss: Wird da schmutzige Wäsche gewaschen oder dringend benötigte Aufklärung betrieben?

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Corona Ausschuss: Wird da schmutzige Wäsche gewaschen oder dringend benötigte Aufklärung betrieben?

Nachdem zuletzt schwere, gegenseitige Vorwürfe durch die beiden Geschäftsführer des Corona Ausschusses geäußert wurden, gehen immer mehr „Leader des Widerstands“ (sie selber bezeichnen sich lieber als „Aktivisten“) an die Öffentlichkeit und fordern, den vermeintlichen Rosenkrieg zu beenden und die Streitigkeiten intern auszutragen.

Zu ihnen gehören u.a. Stefan Magnet, dem Gründer von Auf1.tv. Und selbst Ralf Ludwig ist jüngst von seinem Elfenbeinturm herabgestiegen und hat sich genötigt gefühlt, die Protagonisten zu ermahnen, das, was seiner Ansicht nach eine interne Angelegenheit ist, auch intern zu belassen.

Zwei Fragen müssen wir uns zunächst einmal stellen und nach Möglichkeit beantworten:

  1. Haben die Spender und anderweitigen Unterstützer ein Recht auf Transparenz?
  2. Welche Interessen verfolgen Menschen, die eine interne Klärung wollen, möglicherweise mit ihren Aufrufen?

Danach werden wir uns aber noch eine dritte und wichtigste Frage stellen müssen.

Transparenz oder Deckel drauf?

Nehmen wir einmal an, diese „Leader des Widerstands“, die Menschen mit den großen Telegram-Kanälen und Spendensammler, hätten von Beginn an Aktiengesellschaften gegründet. Und statt um Spenden zu bitten, hätten sie Aktien verkauft. Ich denke, dann wäre es für jeden völlig selbstverständlich, dass es Aufsichtsräte gäbe und dass die Vorstände dieser Aktiengesellschaften regelmäßige Transparenzberichte hätten vorlegen müssen. Das wäre dann wohl auch einem Ralf Ludwig vollkommen klar gewesen.

Es ist doch so: Wer anderen sein Geld anvertraut, sei es nun in Form von Anteilskäufen, Investitionen oder Spenden, der will doch wissen, was mit seinem Geld gemacht wird. GERADE der Spender hat doch ein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren, wie seine Spenden eingesetzt werden. Und ebendiese Spender haben bisher blind vertraut. Nun kommt heraus, dass dieses Vertrauen fehlplatziert war.

Es ist nicht das Waschen schmutziger Wäsche und schon gar kein Rosenkrieg, wenn man diese Transparenz nun endlich – viel zu spät wie ich finde – schafft.

Der Spendenmarathon, der seit April 2020 (seit der Gründung von Widerstand2020) im Widerstand läuft, war eine gigantische Vermögens-Umverteilungs-Pumpe. Er hat das Vermögen kleiner Leute und mittelständischer Unternehmer von ebendiesen zu einigen wenigen Bigplayern geschaufelt, die einfach nicht genug bekommen konnten und sich nicht nur ein schönes Leben gegönnt haben, sondern die sich mit diesem Geld auch bereits eine sichere Zuflucht im Ausland finanziert haben.

Liebe Spender: Ihr habt denen nicht einfach nur ihre Arbeit ermöglicht – ihr habt sie so gewaltig überfinanziert, dass sie ein Leben im Überfluss führen konnten, während Ihr zusehen musstet, wie Eure Unternehmen pleite gingen, Euer Häuser gepfändet wurden und wie Ihr Eure Gasrechnungen bezahlen konntet (oder eben nicht mehr).

Dass es jetzt so wirkt, als würde man einen Rosenkrieg führen, liegt doch einzig und alleine am Auftreten des Dr. Reiner Fuellmich. Selbstverständlich gehört ein Ehevertrag nicht in eine solche Diskussion! Aber der Umstand, dass sich ein Reiner Fuellmich Monat für Monat fast 30.000 Euro aus EUREN Spendengeldern gegönnt hat, DAS ist eine wichtige und dringend nötige Information. Das ist keine schmutzige Wäsche. Das nennt man Transparenz! Und ich hoffe, dass wir uns in diesem Punkt allesamt einig sind.

Bliebe noch die zweite Frage.

Warum rufen nun einige Widerstands“aktivisten“ zur internen Klärung auf?

Na Leute, WER genau ruft denn da? Es sind Menschen, die ihre Existenz auf diesem Spendenmodell aufgebaut haben. Das soll jetzt gar nicht darüber urteilen, ob deren Arbeit gut oder schlecht, sinnvoll oder sinnlos ist. Fakt ist und bleibt: Keine Spenden, kein Auf1.tv.

Wörtlich heißt es auf der Seite:

Der Online-TV-Sender AUF1 ist ausschließlich durch seine Zuseher finanziert. Er ist von der Basis getragen und unterstützt und kann nur durch diese Zuseherschaft existieren. Wenn Ihnen das Programm gefällt und Sie den ersten wirklich unabhängigen TV-Sender unterstützen möchten, dann bitten wir Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten zu helfen. Nur mit dieser Hilfe können wir ein tägliches Programm aufrechterhalten und weiter ausbauen.

Und selbstverständlich muss auch ein Ralf Ludwig ein großes Interesse daran haben, dass die Spenden, zu denen er regelmäßig über seinen Telegram-Kanal aufruft oder aufgerufen hat, nicht versiegen. Er ist doch sozusagen einer der Miterfinder dieses Spendenmarathons als Geschäftsmodell. Er und sein damaliger Parteifreund Bodo Schiffmann hatten doch im April 2020 erst damit angefangen. Und sie haben sehr schnell realisiert, dass unser Widerstand sehr spendabel ist.

Wie ist denn ein Michael Ballweg, der spätestens ab Mai Spenden sammelte, so plötzlich auf den Schirm gekommen? Oder wie ist eigentlich Roger Bittel, der wohl zum überwiegenden Teil von seinen Spendern lebt, so plötzlich auf der Bildfläche erschienen? Nun, das ist ganz einfach: Beide wurden von Bodo Schiffmann über dessen seinerzeitigen Youtube Kanal „Schwindelambulanz Sinsheim“ PROTEGIERT. Bittel sollte einen Schweizer Ableger der Partei Widerstand2020 gründen. So zumindest die offizielle Erzählweise. Bittel kam, blieb und sammelt seither Spenden.

Die dritte Frage lautet:

Warum hat man eigentlich von Beginn an auf dieses Spendenmodell gesetzt?

Man hätte ja auch auf transparente Modelle setzen können. KenFM wurde beispielsweise mit einem Crowdfunding-Projekt finanziert. Crowdfunding-Projekte sind absolut transparent, ehrlich und fair. Man gibt an, wie viel Geld man benötigt und was genau man damit machen will.

Tja, und das wird dann auch der Grund sein, warum das Spenden-Modell viel attraktiver war. Der eine oder andere (die meisten sogar) hätte sein Projekt in etwa folgendermaßen umschreiben müssen:

Wieviel brauche ich?
So viel wie ich kriegen kann… sagen wir 10 Millionen

Wofür brauche ich das Geld?
Um einmal am Tag mit meinem Handy ein Video aufzunehmen, ab und zu mal ein Posting auf meinem Telegram-Kanal zu veröffentlichen und um auf Demos zu reden.

Der Aufruf, der da sinngemäß oftmals lautet: Bitte unterstütze meine Arbeit, damit ich weitermachen kann, lautet in sehr vielen (wenn auch nicht in allen) Fällen übersetzt, in etwa wie folgt:

Mach mich reich! Mach mich so reich, dass ICH für meine Zukunft vorsorgen kann, dass ICH überdurchschnittlich gut durch die kommenden Zeiten komme, dass ICH mir im Ausland einen sicheren Hafen bauen und eine Existenz aufbauen kann. Frage ja nicht danach, wieviel Spenden ich schon eingesammelt habe. Das geht dich nichts an. Es ist nie genug. Spende! Spende! Spende!

Es ist der Transparenz, die durch Viviane Fischer geschaffen wurde, zu verdanken, dass wir jetzt wissen, wie unglaublich viel Geld durch Spendenaufrufe zusammengekommen ist. Wenn schon alleine der Corona Ausschuss so viele Spenden bekommen hat… wieviel mag dann wohl ein Bodo Schiffmann eingesammelt haben? Nebenbei ein Mann, der sich schon aus beruflicher Tätigkeit finanziell stets besser gestanden haben dürfte, als die meisten seiner Spender. Ich rede jetzt nicht von den Ahrtal-Spenden; ich rede von den Spenden, die an ihn und für ihn gegangen sind.

Und noch etwas gilt es zu bedenken

Spenden kann man anonym, man muss es aber nicht. Und selbstverständlich kann man seine Spende auch an gewisse Bedingungen knüpfen. Niemand würde je davon erfahren. Was, wenn solche Bedingungen unseren Interessen diametral entgegen gestanden haben? Was, wenn beispielsweise eine dieser Bedingungen gewesen ist, den Widerstand vom Wählen abzubringen (und damit praktisch NUR der Widerstandspartei dieBasis schadete)? Es wäre sicherlich hochinteressant, herauszufinden, wer an wen zu welchen Bedingungen gespendet hat. Ich bin mir sehr sicher, dass dabei Erhellendes zutage käme. Könnte es vielleicht sein, dass nicht nur Bill Gate unsere Regierung kaufte, sondern Vertreter unserer Regierung einige Leader des Widerstands gekauft haben?

Nein, der Widerstand ist nun ohne diesen Spendenmarathon nicht in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Wenn (endlich) keine Spenden mehr fließen, werden diese „Aktivisten“ allerdings dazu gezwungen, sich transparenteren Modellen zuzuwenden. Modellen, wie etwa Crowdfunding-Projekten oder Unternehmensbeteiligungen.

Die Zeit der Bereicherung für zweifelhafte Arbeit ist nun hoffentlich endlich vorbei.

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