Corona Ausschuss ohne Reiner Fuellmich? Was ist denn da los?

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Corona Ausschuss ohne Reiner Fuellmich? Was ist denn da los?

Das Unheil hatte sich schon eine Woche zuvor, also am 26. August 2022 angekündigt. Statt einer neuen Sendung gab es eine „kreative“ Pause. Die allererste seit Bestehen des Corona Ausschusses. Nicht einmal von den Weihnachtsfeiertagen hatte man sich bis dahin beeindrucken lassen und insgesamt nur ein einziges mal eine Sendung verschoben. Ausfallen lassen hatte man bis dato nicht eine einzige Sendung.

Es musste also etwas vorgefallen sein – so viel war all jenen klar, die wussten, dass es schon seit längerem Spannungen zwischen den Protagonisten des Ausschusses gab.

Am 02. September dann der große Knall. Viviane Fischer verkündete, dass der Ausschuss bis auf Weiteres ohne Reiner Fuellmich tagen würde, weil es Ungereimtheiten gebe. In einem späteren Statement äußerte Dr. Wolfgang Wodarg dann, dass es bei Anwälten manchmal problematische Zweitinteressen gäbe. Damit ist allen, die die ganze Geschichte um den Corona Ausschuss und Reiner Fuellmich von Beginn an verfolgt haben, nunmehr klar, worum es geht. Ganz offensichtlich geht es um Fuellmichs Sammelklage, eben jene ominöse Class Action, für die er seit Beginn des Corona Ausschusses geworben hat.

Corona Ausschuss war anfangs anders geplant

Wenn man nun aber alle anderen im Umfeld des Reiner Fuellmich, insbesondere Viviane Fischer und Wolfgang Wodarg, in einen Topf mit ihm werfen will, muss man wissen, dass sich Fuellmich dem Corona Ausschuss geradezu aufgedrängt hat. Naja, vielleicht ist das der falsche Begriff, aber mir will kein besserer einfallen. Wodarg war seinerzeit dabei, ein Team zusammen zu schweißen, das ermitteln und seine Ermittlungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen sollte. In dieser Phase kam dann Fuellmich und erzählte ihm seinen Lösungsansatz: Eine riesige Sammelklage in den USA.

Wer die ersten Sitzungen des Corona Ausschusses verfolgt hat, kann erkennen, wie die ganze Sache EIGENTLICH geplant war. Von diesem Konzept rückte man dann aber immer weiter ab, um Reiner Fuellmich Raum für seine Class Action zu geben. Der brachte dann auch direkt noch zwei weitere Anwälte mit in den Ausschuss. Wer anfangs dachte, der Corona Ausschuss habe auch aus den Rechtsanwälten Dr. Justus P. Hofmann und Antonia Fischer bestanden, unterliegt einem Irrtum. Diese Anwälte gehörten gewissermaßen zum Team Fuellmich. Sie verschwanden dann auch prompt wieder, als immer deutlicher wurde, dass Fuellmichs Riesenklage zu scheitern drohte. Fuellmich geriet immer mehr in Erklärungsnot. Das Blöde an der Sache war, dass fast niemand einen Trennstrich zwischen ihm und dem restlichen Corona Ausschuss ziehen konnte, weil die meisten Menschen dachten, der ganze Sinn und Zweck des Ausschusses habe darin bestanden, die Class Action als ultimative Lösung zu verfolgen.

Das sich daraus ergebende Bild war das einer Gemeinschaft, die mit der Ankündigung einer sinnlosen Klage, das primäre Ziel verfolgte, leichtgläubigen Mandanten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Doch dieses Bild ist falsch!

Alles, was man den anderen Protagonisten des Corona Ausschusses vorwerfen kann ist, sich nicht schon im Vorfeld über die Sinnlosigkeit dieser Klage informiert zu haben. Wer aber Reiner Fuellmichs Art einmal live erlebt hat, der weiß, dass er in der Lage ist, nahezu jede Gesprächs- und Diskussionsrunde, binnen Minuten zu dominieren. Und das, ohne auch nur einmal auf ein einzelnes Thema eingegangenen zu sein. Es gibt dann nur zwei Möglichkeiten: Entweder man lässt ihn gewähren oder man sperrt ihn aus.

Letzteres ist nunmehr im Corona Ausschuss passiert und sollte dringend auch bei der Partei dieBasis passieren.

dieBasis ist ebenfalls Leidtragende

Fuellmichs tiefer Fall wirft nicht nur einen dunklen Schatten auf den Corona Ausschuss, sondern auch auf die Partei, deren Vorsitzender er ist: dieBasis.

Parteimitglieder hatten im Sommer 2021 damit begonnen, den seinerzeitigen Vorstand, den man in teilen als Maulwürfe identifiziert hatte, los zu werden. Am 06. und 07. Dezember erfolgten daher Vorstandswahlen. Da der bis dato im Amt befindliche Vorstand jedoch die Kommunikation kontrollierte und man die Mitglieder entsprechend nicht informieren konnte, nutzte man den Corona Ausschuss als Informationsmedium. Das führte dann allerdings auch leider dazu, dass Fuellmich und Fischer, sowie noch weitere Mitglieder des Corona Ausschusses, in Vorstandsposten gewählt wurden.

Schon sehr früh wurde klar, dass dies eine Fehlentscheidung gewesen ist. Der Corona Ausschuss ignorierte dieBasis nicht nur fast vollständig; er nahm ihr sogar gezielt Reichweite, um sie sich selber einzuverleiben.

Nun, da es wohl offenbar ist, dass Rechtsanwalt Reiner Fuellmich für den Corona Ausschuss nicht mehr tragbar ist, wäre er das für dieBasis selbstverständlich auch nicht mehr. Leider ist er von diesem Posten aber nicht so leicht zu entfernen, wie aus dem Ausschuss.

Mit Spannung erwarteten die Parteimitglieder dann am 03. September irgendeine Reaktion von Reiner Fuellmich. Diese sollte im Rahmen einer Vorstandssitzung erfolgen. Vorstandssitzungen sind bei dieBasis (fast) immer öffentlich. Und so drängten sich zahllose Zuschauer im Zoom-Meeting. Ich weiß nicht, was sie erwarteten… vielleicht eine Erklärung, eine Rechtfertigung, eine Entschuldigung… sie bekamen nichts dergleichen!

Stattdessen tat Reiner Fuellmich, was er schon so oft getan hatte: Er zündete eine Nebelkerze. Anders kann man sein Verhalten nicht bezeichnen. Er beschuldigte ein anderes Vorstandsmitglied einer Tat, die mit der ganzen Sache nichts zu tun hatte, die lange zurück lag, die eigentlich gar keine Tat war und die eigentlich Sache des zuständigen Landesverbands war. Mit dieser Thematik füllte er die Sitzung und hinterließ einen Trümmerhaufen.

Die leidige Sache mit der Reichweite

und dann tat Fuellmich etwas, worauf ich schon so oft eingegangen bin: Er missbrauchte seine Reichweite. Er ist derjenige des gesamten Corona Ausschuss-Teams, der sich die größte Eigenreichweite aufgebaut hat. Sein persönlicher Telegram-Kanal verfügt über mehr Reichweite, als der offizielle Kanal des Corona-Ausschusses und mit aktuell fast 155.000 Followern in etwa über so viel Reichweite, wie Bodo Schiffmann oder Oliver Janich. Diese nutzte er u.a. auch, um auf eine neue Sitzung des Corona Ausschusses hinzuweisen. Er machte den Corona Ausschuss also zu einem gewissen Grad von sich abhängig. Und prompt entzog er ihm diese Reichweite auch, kaum, dass er selber nicht mehr dabei sein durfte. Da fragt man sich natürlich, ob die Arbeit, die der Corona Ausschuss ja seiner Ansicht nach geleistet hat und die seiner Ansicht nach so wertvoll war, nun plötzlich nicht mehr wert ist, an die Öffentlichkeit zu geraten, und zwar nur, weil er selber nicht mehr dabei ist.

Ich muss es an dieser Stelle noch einmal Wiederholen: Reichweite ist eine echte Währung, die man nur (und ausschließlich nur) Menschen anvertrauen sollte, die im Sinne unserer Widerstandsbewegung arbeiten. Bevor Du jemanden teilst, ihn empfiehlst, ihn anhimmelst, stelle Dir folgende, ganz einfache Frage:

Ist alles, was diese Person tut, Dir etwas vorzusetzen, was Du lesen oder sehen und dann verbreiten sollst? Dann arbeitet diese Person NUR für sich selber! Es gibt unzählige dieser Leute. Sie sitzen dann irgendwann in Montenegro, Tansania oder sonstwo, lassen es sich gut gehen und Du sitzt immer noch hier und bist dem Regime hilflos ausgeliefert.

Klar müssen die auch von irgendetwas leben. Doch muss es ihnen dann gleich so viel besser gehen, als dem Rest von uns? Müssen wir uns von ihnen geradezu aussaugen lassen?

Ich denke, nein!

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