Derzeit hört man es immer häufiger: Du bist ein Faschist! Nein, du bist ein Faschist. Falsch, du bist ein Faschist. Die Widerständler und Gegner der derzeitigen politischen Machtergreifung bewerfen sich mit diesem, doch sehr schwerwiegenden Vorwurf beinahe inflationär. Daher ist es wichtig, sich einmal anzusehen, wer von diesen beiden Parteien eigentlich recht hat und warum.

Faschismus ist nicht zwangsläufig rechts

Beginnen wir damit, was Faschismus definitiv nicht ist: Er ist kein rechtes, politisches Mittel, keine rechte Ideologie oder gar ein Teilbereich rechter Politik. Faschismus hat mit rechts oder links so viel und so wenig zu tun, wie ein Küchenmesser mit einem Mord. Faschismus ist ein Instrument, keine Ideologie. Und das ist etwas, das viele Menschen, insbesondere Deutsche, heute nicht begreifen oder vielleicht auch nicht begreifen wollen. Der Faschismus des 20. Jahrhunderts war eindeutig rechts. Hitler war rechts, Mussolini war eindeutig rechts. All das stimmt wohl aber kann man daraus im Umkehrschluss nicht die Erkenntnis ableiten, dass der Faschismus per se nur von rechts kommen könne. Der Faschismus des 20. Jahrhunderts bediente sich rechter Ideologien, weil er es damit einfach hatte, weil es dem Zeitgeist entsprach und jene Menschen ansprach, die man mit faschistischen Mitteln ganz besonders leicht begeistern kann.

Viele Menschen, die in ihrer Jugend einmal gelernt haben, jedwede, mit dem dritten Reich gleichzusetzende Machtergreifung zu verhindern indem sie sich ihr mutig in den Weg stellen, scheitern daran, dass diese Machtergreifung nicht das äußere Bild des Nazi-Regimes hat und eindeutig nicht von rechts kommt. Sie verhalten sich wie Kinder, die eine schlechte Verkehrserziehung genossen haben. Sie schauen nach rechts und überqueren die Straße wenn von dort kein Auto kommt, völlig ignorierend, dass auch von links Gefahr lauern könnte. Doch diese, aktuelle, Gefahr droht auch nicht von links, sondern eher von „oben“, wenn man es denn einmal so ausdrücken mag. Sie lässt sich, polit-ideologisch, nicht eindeutig in eines der beiden Lager verorten.

Und was ist Faschismus denn dann?

Faschismus ist eines von vielen Instrumenten zur Ergreifung diktatorischer Macht. Es gibt mehrere solcher Instrumente. Ein weiteres wäre beispielsweise ein Militärputsch. Faschismus bedient sich bestimmter, immer gleicher und lediglich an den Zeitgeist angepasster Mittel, an denen er gut zu erkennen ist. Er ist ein „sanftes“ Mittel, wenn man bei einer Diktatur überhaupt von sanft sprechen kann. Er versucht, Todesopfer zu vermeiden, allerdings nur deshalb, weil er sonst zu scheitern drohen würde. Erst zu seinem Ende hin, wird er immer brutaler. Faschismus richtet sich immer gegen die Bevölkerung, aber so, dass zumindest ein Teil der Bevölkerung in dem Irrglauben lebt, er sei ihr Schutz.

Die Stufen des Faschismus

  1. Die Krise
    Faschismus beginnt, praktisch immer, mit einer Krise. Das kann eine Wirtschaftskrise sein, eine Gesundheitskrise oder eine Sicherheitskrise. Es kann eine tatsächlich vorhandene und nachweisbare oder eine erfundene Krise sein. Im letzteren Fall wird lediglich ein erfundenes Nachweisverfahren benötigt.
    Warum ist eine Krise für den Faschismus so wichtig? Ich könnte heulen wenn ich über diese Frage nachdenke, denn ist ist folgendermaßen: Faschismus benötigt zwingend die Zustimmung eines großen Teils der Bevölkerung. Er kann sehr sehr einfach gestoppt werden, einfach indem man sich ihm widersetzt. Faschismus baut immer auf einen gewissen Anteil Ungebildeter oder mäßig Gebildeter in der Bevölkerung, sowie auch auf einen gewissen Prozentsatz an Menschen, die Faschismus ohnehin mit offenen Armen begrüßen. Je niedriger der Bildungsgrad umso leichter ist es, eine vermeintliche Krise aufzubauschen und/oder sich als „Retter in der Not“ zu präsentieren. Hitlers Krise war eine, tatsächlich vorhandene, Wirtschaftskrise, ausgelöst durch ein fehlerhaftes Verhalten der Notenbank im Zuge eines Streiks im Ruhrgebiet. Merkels Krise ist eine vermeintliche Pandemie, die seitens der WHO allerdings nur durch den Umstand ausgerufen werden konnte, dass zuvor die Parameter entsprechend geändert wurden, die ursprünglich einmal von einer Fledermaus übertragen worden sein soll (wie geht es der eigentlich) und die sich nur anhand eines selbstentworfenen Testverfahrens überhaupt nachweisen lässt.
  2. Zusammenschluss der Medien zur Propaganda
    Ist die Krise endlich da, muss man dafür sorgen, dass niemand an ihr und dem Retter zweifelt. Nun gilt es, alle Medien, denen die Menschen zu vertrauen gelernt haben, zu einem einzigen großen Propagandaorgan zusammen zu schließen. Es gilt, ein einheitliches Bild zu projizieren, an dem sich die Menschen leicht orientieren können. „Hier ist die Gefahr und das musst du tun, um der Gefahr zu entgehen“. Indem alle Medien das gleiche berichten, entsteht der Eindruck, sie hätten recht. Dieser Eindruck entsteht aus dem Umkehrschluss: Wenn sie nicht recht hätten, würden dann nicht alle etwas anderes berichten? Oder wenigsten einer? Die Antwort ist: Nein! Die Medien, die man Dir seit alters her vor die Nase setzt, dienten nie primär der Informationsverbreitung. Die Verbreitung von Information war allenfalls ein Nebenjob.
    Um Dich noch mehr in Sicherheit zu wiegen, gibt es immer mal wieder hier und da einen Ausreißer. Das soll den Eindruck vermitteln, man würde ja durchaus ausgewogen berichten. Diese wenigen meinungspluralistischen Ansätze machen jedoch einen so geringen Teil aus, dass sie praktisch nicht ins Gewicht fallen.
  3. Ausschaltung der Opposition
    Solange den Trompeten des Faschismus noch Posaunen der Freiheit entgegen schallen, ist es schwierig und gefährlich, die absolute, totalitäre Macht zu ergreifen. Die Widerständler beobachten einen schließlich mit Argusaugen und würden den Gang zum absoluten Thron sofort verkünden und sich dann, mit all ihrer versammelten Kraft, in den Weg werfen. Diese Posaunen gilt es, auszuschalten. Für Hiltler war das noch ein recht leichtes Unterfangen. Er verbot einfach nach und nach alle Zeitungen und Magazine, die sich seiner Propaganda entgegen stellten, verbrannte abweichlerische Bücher und erklärte deren Autoren zu Staatsfeinen. Zu letzterem Punkt kommen wir aber später noch. Die arme Angela hat es da, im Angesicht des Internet, deutlich schwerer, mag man meinen. Doch so schwer hat sie es gar nicht. In den vergangenen Jahren waren wir alle nämlich so unglaublich dämlich, einigen ganz wenigen Konzernen die monopolistische Macht im Internet zu übertragen, und zwar in allen wichtigen Bereichen der Meinungsfreiheit. Und nun brauchen Staats“chefs“ diese Hebel nur umzulegen und – schwupps – ist die Opposition mundtot. Die Posaunen der Freiheit verstummen nach und nach und der Faschismus nimmt seinen Weg. Alleine in den vergangenen 3 Wochen sind bei Youtube und Facebook Kanäle bzw. Gruppen entfernt worden, die mehr Menschen erreichten, als die Tagesschau. Es geht nicht um den winzigen Kanal eines einzelnen Youtubers, der 500 Menschen erreicht. Der stellt keine Gefahr dar und darf gerne als Demonstration vermeintlicher Meinungsfreiheit bestehen bleiben.
    Es gibt aber eine weitere Opposition, zumindest in parlamentarischen Demokratien. Auch diese Opposition wird ausgeschaltet. Dies geschieht entweder über Mehrheitsbildung und Gesetzeserlass oder aber durch Selbstentmächtigung der Opposition.
  4. Divide et impera
    Teile und herrsche. Es sollte besser „spalte und herrsche“ heißen, denn genau darum geht es. Einigkeit ist Gift für den Faschismus solange nicht alle einige zu ihm stehen. Das jedoch wird nie geschehen. Daher spaltet der Faschismus die Bevölkerung und schafft Feindbilder. Seine Gegner, die Kämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit, würdigt er herab und diffamiert sie. Sie werden zu einer Gefahr für die Allgemeinheit stilisiert, als Abweichler stigmatisiert und mit Begriffen, wie „Covidioten“, „Verschwörungstheoretiker“ etc. belegt. Feindbilder sind dringend erforderlich, damit der Rest der Bevölkerung daran messen und sich diesen gegenüber als „ganz besonders linientreu“ darstellen kann. Der „Rest“, das sind vor allen Dingen Opportunisten und echte Faschisten. Der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen besteht darin, dass sich der Opportunist stets bedingungslos jener Macht anbiedert, von der er glaubt, dass es sich um die stärkere handelt und der Faschist auch dann noch die Diktatur anfeuern würde, wenn sie längst auf verlorenem Posten steht. Faschisten lieben das Gefühl, alle Menschen zur Gleichheit und Unterwerfung erziehen zu können, selbst wenn sie davon mitbetroffen sind. Faschisten sehen in dem Buch 1984 von George Orwell eine Vorlage und kein Horrorszenario. Für sie ist der Faschismus tatsächlich die erstrebenswerteste Politform. Allerdings vergessen auch sie, dass er nur Mittel zum Zweck ist und beendet wird, wenn er sein Ziel erreicht hat.
  5. Schaffung äußerlicher Zeichen des Gehorsams
    Was wären Opportunisten und Faschisten wenn sie sich nicht als solche zu erkennen geben könnten. „Sieh her, ich liebe das Regime!“ Noch wichtiger ist die Frage: Wie viele Opportunisten und Faschisten leben eigentlich in diesem Land? Um diese „Probleme“ zu lösen, schafft der Faschismus äußere Zeichen, die man nutzen kann, um sich dem Regime sichtbar zu unterwerfen. Das waren seit alters her Armbinden oder Grußformeln, sowie bestimmte Kleidungsstücke oder Farben. Das faschistische Zeichen unserer Zeit ist die Maske. Ein völlig nutzloses Teil, von dem (vor allen Dingen) jeder weiß, dass es völlig nutzlos ist. Aber es ist nicht nur einfach ein äußeres Zeichen der Unterwerfung, sondern es schränkt zusätzlich die Atmung ein. Es stellt somit eine noch viel weitreichendere Unterwerfungsgeste dar, als eine Armbinde.
    Hat man erst genug Menschen beisammen, die diesen Unsinn freiwillig mitmachen, ist es leicht, die nächste Stufe zu erklimmen und durch Erhöhung des Drucks auch viele von denjenigen mit einzubinden, die sich freiwillig niemals anschließen würden. Auch hier gilt: Durch eine simple Verweigerung, der sich genügend Viele anschließen, ließe sich der Faschismus in seine Schranken verweisen. Ihn komplett aufheben, ist zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr so einfach möglich.
  6. Einschränkungen der Grund- und Menschenrechte
    Hat man erst diese Stufe erreicht, wird es schwer, sich dem Faschismus noch erfolgreich von der Straße aus in den Weg zu stellen. Denn: „Wer die Macht erst einmal in den Händen hat, wird als erstes alles dafür tun, dass jedwede Maßnahme, die ihm diese Macht wieder entreißen oder schmälern könnte, illegal ist.“ Grundrechte sind Abwehrrechte gegen den Staat. Sie alleine wachen darüber, dass ein Staat nicht tun und lassen kann, was er will. Wenn es einem Staat also erst einmal gelungen ist, diese Rechte teilweise oder vollständig abzuschaffen bzw. einzuschränken, dann hat er die letzte Stufe zum diktatorischen Thron bereits im Blickfeld und es fehlt nicht mehr viel. Da jedes Regime damit rechnen muss, auf massive Gegenwehr zu stoßen, werden derartige Maßnahmen stets schrittweise eingeführt. Das Regime testet zunächst einmal, wie weit es gehen kann. Erst wenn sich kein oder zu wenig Widerstand in der Bevölkerung bildet, geht es einen Schritt weiter.
    Als Grundsatz gilt: Rechte, die man erst einmal verloren hat, bekommt man nicht zurück, es sei denn, man holt sie sich zurück. Ein Grundrecht abzuschaffen, es einzuschränken oder auch nur in Frage zu stellen, stellt eine verfassungswidrige und somit ungesetzliche Selbstermächtigung dar, die das untrüglichste Zeichen dafür ist, dass der Faschismus in die Endphase eintritt. An seinem Ende steht die totalitäre Diktatur und diese wiederum wird meist nur geschaffen, um Ziele umzusetzen, die nur in einer Diktatur umsetzbar sind.

Fassen wir zusammen

Wer also sind hier die Gute und wer sind die Faschisten? Ich denke, der Fall liegt klar auf der Hand. WIR SIND DER WIDERSTAND. Wir sind das einzige Bollwerk zischen einem Diktator und seiner unterdrückten Bevölkerung. Du solltest auf die Knie fallen und beten, dass wir am Ende die Oberhand erlangen, denn wenn wir dieses Ziel nicht erreichen, bis auch Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit tot oder wünscht dir, es zu sein.

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