Thomas Röper, Mr. X und eine geheimnisvolle Software. Was ist dran?

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Gibt es Mr. X und diese geheime Software wirklich?

Thomas Röper, der vielen im Widerstand bekannt sein dürfte, hat gerade ein neues Buch heraus gebracht, das er nun überall bewirbt. Es heißt „INSIDE CORONA Die Pandemie, das Netzwerk & die Hintermänner„. Darin beschreibt er, wie geheime Zirkel im Hintergrund durch zuvor eingeschleuste Personen und viel viel Geld, die vermeintliche Corona Pandemie akribisch geplant haben. Was für Leute wie mich wie ein alter Hut wirkt, muss für manch andere Menschen einfach nur ungeheuerlich erscheinen. Um nun zu beweisen, dass die Behauptungen, die Röper in seinem Buch macht, richtig sind, geht der Autor einen, für dieses Genre doch eher, ungewöhnlichen Weg. Er behauptet, diese Informationen von einem geheimen Informanten zugetragen bekommen zu haben. Das alleine ist ja nun nichts Ungewöhnliches. Alles, was Herman und Popp behaupten, basiert auf angebliche Whistleblower. Bei Röpers Buch geht es aber noch weiter. Dieser Informant soll angeblich kein so hochrangiges Mitglied einer einflussreichen Organisation sein, so dass er deren Informationen einfach durchgestochen hätte – nein – all diese Informationen sollen vielmehr von einer geheimnisvollen, aber sehr mächtigen Software zusammengetragen worden sein.

Die Berufung auf andere, jedoch für den Leser nicht identifizierbare Quellen, kennen wir aus anderen Genres, wie etwa der Esoterik. Hier beruft man sich gerne mal auf höhere Wesen, die einem das Wissen zutrugen, das man dann gnädigerweise in Buchform packte, um damit Geld zu verdienen. In dem, 2013 erschienenen Buch „Der Raumenergie-Antrieb„, in dem der Autor eine detaillierte Bauanleitung für ein UFO veröffentlicht, gibt er an, diese Information von einem Schulfreund erhalten zu haben, der zum Zeitpunkt der Drucklegung allerdings leider bereits verstorben war.

Mit anderen Worten: Behaupten kann man viel. Nun ist es allerdings so, dass Röper in seinem Buch prinzipiell nicht viel Neues präsentiert. Er hat zwar den einen oder anderen, bisher unbekannten Namen ausgegraben aber die Organisationen, die mit ihrem Geld dahinter stecken, sind die altbekannten. Und das ganze Gehabe um Mr. X und diese Software, deren Namen er nicht nennen will, macht auf mich nicht gerade den seriösesten Eindruck. Will hier nur jemand Geld mit allen Mitteln verdienen wie die Autoren esoterischer Bücher?

Ich habe mich also auf die Suche nach jener geheimnisvollen Software gemacht, die Mr. X angeblich eingesetzt hat. Gibt es sie überhaupt und wenn ja: Kann sie wirklich das, was Röper von ihr behauptet?

Ich war wirklich überrascht, als ich diese Software tatsächlich fand. Sie heißt Palantir Gotham und es handelt sich dabei tatsächlich um eine kommerzielle Software. Kurz gesagt ist diese Software in der Lage , große Datenmengen zu verarbeiten, Querverbindungen, die einem menschlichen Rechercheur entgehen würden, zu erkennen und diese dann grafisch aufzubereiten.

Man kann dort also beispielsweise mit der, öffentlich zugänglichen, Spendendatenbank der Bill & Melinda Gates „Stiftung“ als Startpunkt beginnen und diese Daten in die Software übertragen. Dann könnte man beispielsweise die Daten der Spendenempfänger hinzufügen und die Software würde herausfinden, wer mit wem in welcher Weise und seit wann interagiert. Eine ganze Horde erfahrener Detektive und Rechercheure würde Jahre benötigen, um diese Querverbindungen aufzudecken und dabei würde ihnen wahrscheinlich noch die Hälfte entgehen. Da das Unternehmen Palantir, das 2004 mit finanziellken Mitteln der CIA startete, kann man sich vorstellen, wozu die Software eigentlich gedacht ist und wer sie einsetzt bzw. wozu sie eingesetzt wird.

Bleibt die Frage: Wer ist Mr. X und gibt es ihn überhaupt?

Ich glaube, man würde einem so guten Rechercheur wie Thomas Röper Unrecht tun, wenn man ihm unterstellte, er sei nicht in der Lage gewesen, herauszufinden, welche mysteriöse Software für sein Buch zum Einsatz kam. Wenn dem aber nun so ist, dann stellt sich automatisch die Frage, warum er ein so großes Geheimnis darum macht. Der Einsatz dieser Software ist nicht illegal – sie ist nur unendlich teuer – so teuer, dass man sie sich als Normalsterblicher gar nicht leisten kann. Ich glaube, Röper selbst ist Mr. X.

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