Pleiten, Pech und Pannen beim Corona Ausschuss – was ist da los?

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Pleiten, Pech und Pannen beim Corona-Ausschuss – was ist da los?

Seit einiger Zeit scheint beim Corona Ausschuss der Wurm drin zu sein. Kaum eine Sendung verläuft ohne technische Aussetzer. Gestern wurde die gesamte Sendung gar mal eben um 1 1/2 Stunden verschoben – kurzfristig und sehr zum Verdruss der Zuschauer, wie sich schnell im Chat bei Odysee zeigte.

Dafür hatte man aber endlich wieder einen Simultanübersetzer an Bord; etwas, das auch schon länger nicht mehr zur Sendung gehörte. Mal sind sie krank, mal ist dies, mal ist das. Wenn man sich denn aber mal die Zuschauerzahlen im englischsprachigen Stream anschaut, fragt man sich natürlich, ob ein professioneller Simultanübersetzer nicht eh etwas übertrieben ist. Ich meine… kann man machen, muss man aber nicht. Man könnte ebenso gut seine 300 Euro von einem gepanzerten Fahrzeug zum Supermarkt fahren lassen. Das würde so ein Werttransportunternehmen auch sofort tun – vorausgesetzt, man würde es dafür bezahlen.

Wenn die Technik denn einmal nicht streikt, dann unterhält sich Viviane Fischer zunehmend mit Menschen, die mit den Gästen früherer Sendungen schlicht und ergreifend nicht mehr vergleichbar sind. In früheren Zeiten bereiteten sich die Gäste vor, führten sogar Vorgespräche mit einem Mitarbeiter und warteten dann (manchmal stundenlang) vor der Kamera bis sie an der Reihe waren. Bei der gestrigen Sendung wurde gar aus dem Auto heraus gesendet; ohne Bildübertragung. Alles scheint heute egal zu sein. Hauptsache, die Sendung läuft und erstreckt sich über viele Stunden. Das zumindest ist mein Eindruck.

Alles wirkt zunehmend immer unprofessioneller und der große Raum, aus dem die Sitzungen live gestreamt werden, wirkt zunehmend leerer. Ganz alleine sitzt Viviane Fischer dort inzwischen. Ihr „Schutzengel“, Wolfgang Wodarg, ist weit weg und nutzt die Sitzungen, um sich Gehör zu verschaffen. Aber hat er inzwischen überhaupt schon mitbekommen, dass er nur noch zu einer traurigen Rest-Fanbase spricht, die schon alles, was er sagt, tausendfach gehört hat?

Einst hatte der Hauptkanal weit mehr als 100.000 Follower. Jetzt sind es nur noch rund 83.000. Einen so rasanten Followerverlust habe ich bei keinem anderen Kanal je verfolgen können. Nicht einmal der Telegram-Kanal von Michael Ballweg hat in so kurzer Zeit so viele Abonnenten eingebüßt.

Seit Monaten gibt es (fast) nur noch drei große Themen auf diesem Kanal: Die nächste Sendung, Spendenaufrufe und Beiträge über den neuen „Oberschurken“ Patrick Najadi. Keine Einzelschnitte mehr, keine weiteren Infos zu den Gästen und Themen, nichts, was auch nur ansatzweise interessieren könnte. Selbst inoffizielle Ausschuss-Kanäle sind da ganz erheblich professioneller. Da drängt sich einem der Verdacht auf, dass zu wenige Leute zu viele Aufgaben haben und niemand sie erledigen will… oder kann. Mutiert der Corona-Ausschuss langsam aber sicher zu einer One-Man-Show (Verzeihung One-Woman-Show)?

Dabei sollte der einstige Riese ursprünglich noch weiter wachsen. Erst Anfang des Jahres wurde ein durchsuchbares Archiv eingerichtet, das eine exakte Themenfindung enorm erleichtert und es einem erspart, sich durch stundenlange Sitzungsaufzeichnungen zu wühlen, wenn man nach einer speziellen Information sucht. Nur leider wird dieses Archiv nicht mehr aktualisiert. Niemand da, der sich kümmert?

Und nun, da es kaum mehr einen Sinn ergibt, sich eine Sendung mit zunehmend nichtssagenden Gästen, die sich zudem auch noch verspätet und ständige Pannen hat, anzusehen, werden logischerweise auch die wichtigen Unterstützer ausbleiben. Zumindest könnte man das annehmen. Dann wird ein Teufelskreis entstehen, aus dem es kein Entrinnen gibt. Ich will jetzt nicht unken, aber ich glaube nicht, dass es den Corona-Ausschuss noch lange gibt.

Grundsätzlich würde ich das bedauern, aber es hätte auch sein Gutes. Was ich von Spendensammlern halte, ist gut bekannt und seit der Zeit, wo ich diesen Artikel schrieb, haben sich meine Ansichten eher noch verschärft. Ich kann und werde nie verstehen, warum man stur auf das Spendenmodell setzt, wo es doch so viele Alternativen gibt.

Meiner Ansicht nach sollte die Qualität der Sendung zur Qualität ihres Inhalts und zum Publikum passen. Als die Gäste noch von Schlage eines Robert Malone oder Luc Montagnier waren, war ein eigener Raum und eine hochprofessionelle Crew wahrscheinlich angemessen. Aber was seit einigen Wochen gesendet wird, könnte auch von zu Hause aus mit dem Laptop in einem Zoom erledigt werden. Da braucht es keine Regie und auch keine Filmcrew. Ich persönlich kenne niemand anderen, der einen solchen Aufwand für eine, doch inzwischen recht überschaubare Zuschauerschaft betreibt. Nicht einmal Sahra Wagenknecht. Dort wäre das wahre Einsparpotential. Denn die Frage ist ja, ob es um den Inhalt oder um die Verpackung geht. Nun wird mir wahrscheinlich jeder zustimmen, dass es um den Inhalt geht. Warum aber muss man dann den, immer kleiner werdenden Inhalt in eine viel zu große Verpackung stecken? Mir zumindest leuchtet das nicht ein und erweckt auf mich den Eindrucks eines „Scheinriesen“, wie Turtur aus Michael Endes Roman „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“.

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